Anlässe
Fast niemand bucht einen Bummel, weil er eine Stadtführung möchte. Meistens liegt es daran, dass abends Karten für ein Musical vorliegen und der Nachmittag noch frei ist. Weil Besuch kommt. Weil jemand Geburtstag hat.
Vielleicht sind Sie in dieser Situation.
Der Nachmittag vor dem Abend
Das ist der häufigste Grund, aus dem meine Gäste kommen. Sie sind wegen einer Veranstaltung in Stuttgart. Ein Musical im SI-Centrum, ein Auswärtsspiel in der Arena des VfB oder die jazzopen zum Beispiel. Der Abend steht fest, doch davor liegen ein paar Stunden, die niemand verplant hat.
Genau in diese Lücke passen zwei Stunden Stuttgart. Sie stehen nicht am Bahnhof herum, sondern sehen die Stadt, in die Sie angereist sind. Und wenn es zeitlich eng wird, endet der Bummel genau dort, wo Sie ihn brauchen: in der Nähe Ihres Abendtermins.
Ein Bummel geht vormittags so gut wie nachmittags – und wenn nur anderthalb Stunden bleiben, auch in anderthalb Stunden.
Wenn Ihre Eltern zu Besuch kommen
Eine meiner Gästinnen war der Arbeit wegen nach Stuttgart gezogen. Als ihre Eltern zum ersten Mal kamen, wollte sie ihnen die Stadt zeigen und merkte, dass sie selbst noch nicht viel darüber wusste.
Das ist eine gute Ausgangslage. Sie zeigen Ihren Eltern etwas, das Sie im selben Moment selbst entdecken. Und Sie sind an diesem Nachmittag nicht die Reiseleitung, sondern mit dabei.
Wenn Sie schon eine Stadtführung hatten
Eine Gruppe befreundeter Frauen unternimmt ein- bis zweimal im Jahr etwas gemeinsam. Eine Stadtführung stand schon einmal auf dem Programm – mit Fähnchen, festem Weg und zwanzig Fremden.
Ein Bummel ist das Gegenteil davon. Es sind keine fremden Leute dabei, und der Weg steht nicht schon fest, bevor wir uns kennen. Wir sprechen vorher zehn Minuten und gestalten danach den Nachmittag genau nach den Wünschen dieser Gruppe. Was einen Bummel ausmacht steht hier. Wenn Sie eine Richtung im Kopf haben, finden Sie hier drei mögliche Themen.
Ein Wochenende zu viert
Zwei befreundete Ehepaare verbringen ein Wochenende in Stuttgart. Das Hotel ist gebucht, das Abendessen ist gefunden – doch was soll am Samstagnachmittag passieren?
An dieser Stelle sind zwei Stunden mit jemandem, der hier lebt, mehr wert als jede Sehenswürdigkeitenliste. Denn dann wissen Sie hinterher etwas über die Stadt, das Sie nicht gegoogelt haben.
Ein runder Geburtstag
Einmal hatte eine Teilnehmerin Geburtstag und jemand aus der Gruppe hatte Sekt und Gläser dabei. Ob wir kurz anstoßen könnten, wurde ich gefragt.
Wir haben es gleich zu Beginn auf einem kleinen Platz mit Bänken gemacht. Nach ein paar Wünschen und einem Glas haben wir gleich besprochen, wohin es an diesem Nachmittag gehen soll. Der Bummel hat damit angefangen, statt ihn nebenher zu erledigen.
Das ist möglich, weil vorher niemand einen Ablauf festgelegt hat. Sagen Sie mir im Vorgespräch, was Sie vorhaben, dann bauen wir es ein.
Ein Geschenk, das kein Gegenstand ist
Für Menschen, die alles haben. Ein Gutschein für einen Bummel liegt nicht im Schrank, sondern wird zu einem Termin – und die Beschenkten bestimmen selbst, wann, mit wem und wohin sie gehen möchten. Zu den Gutscheinen.
Wenn die Gruppe sehr unterschiedlich ist
Familientreffen heißt oft: Der Enkel ist neun, die Großmutter geht am Stock, und dazwischen liegen alle Interessen.
Ich versuche, auf alle einzugehen. Das heißt: Für den Neunjährigen gibt es etwas zum Anschauen und Anfassen, für die Großmutter kürzere Wege und eine Bank an der richtigen Stelle und für alle anderen Geschichten – wie das aussieht, steht unter Bequem unterwegs. Mir ist es lieber, wenn eine Gruppe verschieden ist, denn dann wird ein Gespräch daraus statt eines Vortrags.
Was allen Anlässen gemeinsam ist
Immer nur Ihre Gruppe, zwei bis sieben Gäste. Immer Ihr Termin, kein fester Kalender. Und immer zuerst zehn Minuten am Telefon – daraus entsteht alles Weitere. So läuft ein Bummel ab.
Ihr Anlass steht nicht dabei? Dann rufen Sie mich an. Bisher hat sich für jeden etwas gefunden.