Bequem unterwegs

Ein Bummel richtet sich nach dem, der am wenigsten kann. Das ist keine Rücksicht, das ist die Bauweise.

Bei zwei bis sieben Gästen muss niemand hinterherlaufen und niemand warten. Das Tempo macht die Gruppe, nicht ich – und niemand muss sagen, dass es zu schnell ist. Ich sehe es.

Die Höhenmeter fahren wir. Stuttgart liegt in einem Kessel, aber es gibt für fast jeden Anstieg eine Bahn, einen Bus oder einen Aufzug. Hinaufsteigen muss niemand. Wer will, kann natürlich.

Ich weiß, wo die Bänke stehen. In der Stadtmitte kenne ich die Wege so gut, dass ich die Pausen nicht suchen muss – sie sind Teil der Strecke. Und wenn eine Route dabei ist, bei der ich mir nicht sicher bin, gehe ich sie vorher ab. Das ist mir lieber, als unterwegs festzustellen, dass es nicht passt.

Zwei Stunden sind auch nicht zwei Stunden Gehen. Man steht, schaut, sitzt, fährt ein Stück. Wer die Zeit im Sitzen zusammenrechnet, kommt auf mehr, als er denkt.

Wenn jemand einen Rollator oder einen Rollstuhl hat

Dann gibt es keine fertige Strecke, die ich aus der Schublade ziehe – dann baue ich den Weg um Ihre Gruppe herum. Mit Rollator war ich schon unterwegs. Für Höhenunterschiede nehmen wir dann die U-Bahn mit dem Aufzug statt der Zahnradbahn; das ist der verlässlichere Weg.

Wenn ein paar Stufen möglich sind, sagen Sie es mir. Dann steht deutlich mehr offen.

Am wenigsten Steigung hat der Bummel durch Bad Cannstatt – dort geht es um das Mineralwasser unter der Stadt, und der Weg ist über weite Strecken eben.

Nebenbei: Sie lernen die Stadt fahren

Das gilt für alle, die neu hier sind – und für manche, die schon lange hier wohnen.

Die erste Fahrt mit der Zahnradbahn ist eine Hürde, wenn man allein davorsteht: welcher Fahrschein, welcher Bahnsteig, fährt die überhaupt hier hoch? Zu zweit ist es einfach eine Fahrt. Und danach fährt man wieder.

Bei einem Bummel sitzen Sie ohnehin ein paar Mal in Bus und Bahn. Am Ende kennen Sie nicht nur ein paar Ecken der Stadt, sondern auch den Weg dorthin.

Fahrscheine für Bus und Bahn lösen die Gäste selbst. Im Vorgespräch sage ich Ihnen, welcher der richtige ist.

Sagen Sie es mir vorher

Jede Einschränkung ist anders, und ich rate nicht gern. Sagen Sie mir im Vorgespräch, worauf ich achten soll – ob jemand nicht lange stehen kann, ob es regelmäßige Pausen braucht, ob ein Rollstuhl dabei ist. Dann plane ich die Strecke danach.

Und wenn etwas nicht geht, sage ich das auch.